elenore

November 5, 2008

Eine psychologische…

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…Erkenntnis der Geschichte über Oral History ist es, den gesllschaftlichen Kontext zu beachten indem erzählt wird. Wenn es sich derart krass und offenstichtlich zeigt wie im Diksurs um die Anonyma-Verfilmung, dann haben wir ein schönes deutsches Beispiel gefunden. Ilja Ehrenburg wird also von den Revacnhist_Innen beschuldigt die sowjetischen Soldaten zu Vergewaltigung aufgerufen zu haben.

1944 hatte sie einen entsprechenden Vergewaltigungsaufruf Ehrenburgs erfunden, um die deutsche Zivilbevölkerung gegen die näher rückende Rote Armee in Position zu bringen.

Bei Telepolis lesen wir nochmal genauer das kein_E sowjetischer Militär dazu aufgerufen hatte:

…wir wollten es den deutschen Gefangenen nicht zumuten, daß sie nach der Entlassung unter ihren Kindern ein fremdes vorfanden. … Die Fälle, in denen Frauen trotz Vergewaltigung durch Angehörige der Sowjetarmee nicht zu einer Unterbrechung der Schwangerschaft bereit sind, müssen von dem Gesundheitsamt auf geeignete Weise überwacht werden, damit eine Erfassung rassisch unerwünschter Nachkommenschaft sichergestellt ist.

October 14, 2008

der kranke Mann vom Bosporus

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In der Taz wird von einer Tagung zur Türkei und Europa berichtet. Trotzdem es sich um eine alte Leier handelt, sind diese Biologisierungen bemerkenswert:

Im 18. Jahrhundert war der Orientale demnach der starke Mann, der Despot und Vergewaltiger. In der westeuropäischen Literatur des 19. Jahrhunderts wurde Sexualität verweiblicht und als Lüsternheit imaginiert. Am Ende des Jahrhunderts war der orientalische Mann dagegen ein alter und impotenter Liebhaber, der vergeblich um die Gunst der jungen Europäerin buhlte. Das schlug auch auf die politische Sprache durch, die Rede vom “kranken Mann am Bosporus” war der Anfang vom Untergang des osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg.

Außerdem empfehle ich diese Lektüre:

Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

October 13, 2008

notwendige Erinnerung

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Ein Interview mit Alexej Weizen, einem der Aufständischen die 1943 Sobibor- ein Vernichtungslager- zum Stillstand brachten:

Thomas Blatt, wie Sie Überlebender des Vernichtungslagers, traf sich 1984 mit Karl Frenzel, dem Kommandanten des jüdischen Arbeitskommandos. Er war einer der grausamsten Mörder von Sobibór. Wären Sie bereit, sich mit so einem Menschen zu treffen?

Ich würde mich mit ihm nur treffen, um ihn zu töten. Ich würde mit ihm kein Wort wechseln.

October 5, 2008

über Rassismus:

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Alle biologischen, tiefenpsychologischen, kulturalistischen oder soziologischen Rechtfertigungsversuche sollen nur das Kainsmal von der Stirn des Imperialismus waschen.

Weinberger, Gerda: Gegen Rassismus und Rassendiskriminierung- Kampfdekade der UNO, Berlin (OST) 1976

September 24, 2008

Leichen im Keller

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Je länger die Diktatur war, desto länger scheint es zu dauern, bis die Gesellschaft eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in Angriff zu nehmen wagt. Es geht auch nicht, solange die Täter noch leben, solange sie womöglich noch gebraucht werden, als Richter, Lehrer und Eltern. Außerdem gibt es eine Ökonomie der Gefühle. Man kann nicht sich dem Wiederaufbau widmen und zugleich kritisch zurückblicken. Es braucht eine neue Generation, die sich fragt, “was riecht’s hier so sonderbar?”, dann auf die Kellertür zugeht, sie öffnet und sich die dort versteckten Leichen ansieht.

dort: fr-online 24.9.

September 19, 2008

Botho Strauß

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Der Faschist Botho Strauß verlangt beim lesen des 81. Bandes von Heideggers Gesamtausgabe “Gedachtes” eine intelektuelle Verbrennung:

Wer sich in diesen Band vertieft, wer hier durch „Gedachtes“ geht, setzt seine kommunikative Intelligenz einer Feuerprobe aus. Es ist zugleich ein Feuer, das einen Haufen zeitgeschichteten Müll verbrennt. Eine Reinigung.

Die FAZ bietet sich diesem “deutschen Schriftsteller” natürlich immer gerne an.

September 8, 2008

8-9-2008

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Im Zeitalter von Internet und ICE mag für manchen vor der Haustür nicht mehr ein Stadtviertel liegen, mit dem man sich auseinandersetzen muss. Für viele aber, die aufgrund fehlender sozialer und materieller Ressourcen in ihrer räumlichen Mobilität stark eingeschränkt sind, stellt das Wohnquartier nach wie vor die wesentliche Chance auf gesellschaftliche Teilhabe dar. Und wie die Minarette - im Negativen - offenbaren, hat die Stadtgestalt daran einen mehr als bloß marginalen Anteil.

das hier: http://fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1590541&em_cnt_page=2

September 5, 2008

Schlingensief sagt zum Katholizismus:

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[…]aber was ich erlebt habe, kam mir wie eine Art Vorhölle vor, und ich hoffe, dass mir das im Fegefeuer angerechnet wird, auch wenn der Papst da anderen Unfug verbreitet.

hier

August 21, 2008

pah…

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Ich habe einen mehr oder minder fragwürdigen Artikel in der FAZ gefunden, der sich mit der Staatsgründung Israels befasst und ein sehr richtiges Zitat enthält:

Aber für mich steht außer Frage: Es ginge an den historischen Tatsachen vorbei, wollte man die Gründung des Staates ausschließlich auf die Shoa zurückführen. Mehr noch: Solches Denken bedient sowohl die arabisch-palästinensische Propaganda als auch die Propaganda derjenigen, die das grundsätzliche Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung in Frage stellen.

August 9, 2008

would you like to be…?

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