elenore

July 30, 2007

verkaufen

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Unlängst las ich einen Artikel in der neuen Phase 2. Dort wurde von dem Verkauf von Körpern und Körperteilen geschrieben, und Wert gelegt auf eine tendenziell materialistische Kritik. Der Text (”Warenförmige Körper” von Erika Feyerabend) beginnt mit einem historischen Abriss über das verkaufen von Körpern. Die Redax der Phase zwei nun, hat den Text unter einer Sparte eingeordnet die ‘brave new World’ heisst um damit wahrscheinlich, wider dem Inhalt, zu suggerieren dass es sich hier um den ‘neuesten Shit’ handele. Wie die geneigte Leserin aber schon vermuten kann geht es im ersten Teil wirklich um Prostitution, was bekanntlich nicht die neueste Entwicklung der Geschichte ist. Nebenbei seien der Verkauf intelektueller Arbeit und das sich verkaufen auf dem Arbeitsmarkt noch tradierte Produkte der “Bio-Ökonomie”.
“Die Begründungen der neuen Zeitspanne, die zwischen dem behaupteten Ende der ‘Person’ (dem Ausfall der Hirntätigkeit) und der Wiederverwertbarkeit der Organe (dem Zusammenbruch des gesamten Herz-Kreislaufsystems) liegt, waren rein pragmatischer Art.” Denn ‘konventionelle’ Todeskriterien würden “der Organbeschaffung im Wege stehen.” Diese und weitere Argumente gegen das verwertbar machen von Körpern, wie zum Beispiel die Ausweitung pränataler Diagnostik die “individuelle Erkrankungsrisiken” vorhersagen und “präventives Eingreifen möglich” machen solle um damit einen gewissen “Bevölkerungs-Substanz-Körper” zu ‘pflegen’, finde ich nachvollziehbar.
Wo ist aber die wirklich neue Qualität die dieser Text aufzeigen möchte? Blut- und Blutplasmaspenden sind gegen ‘Aufwandsentschädigungen’ (ca. 15-20 €) in Westeuropa mindestens seit Jahrzehnten gang und gäbe. Und lassen die Tatsache das im Iran “rund $ 2000 an den Organgeber” (im Falle: Niere) bezahlt wird, zwar krass erscheinen aber keineswegs eine neue mutige Welt erkennen. Aldous Huxley hat sein Buch am Vorabend des dritten Reiches geschrieben und damit zwar eine Ideologiekritik geübt die sich einem unkritischen Menschenbild widmet aber sich weder wirklich mit dem Verkauf von Körpern noch mit Wertkritik auseinandersetzt.
Zwar scheint der Verkauf von Organen relativ neu zu sein, könnte aber vielleicht doch letztendlich nur eine moderenere Form temporärer Entwicklung von Verwertung sein?!
“[M]oralisch betrachtet-ist er [hier: jede_R] genauso berechtigt, über sich selbst zu verfügen, wie ein Sklavenhalter durch das Recht berechtigt ist, über seinen Sklaven zu verfügen.” Marx (in den Grundrissen der Politischen Ökonomie) schreibt dazu: “Der Mensch […] ist als solcher nicht Sklave.[Kontext: Weder wirklich als Sklave-damals- noch als ‘eigener Sklavenhalter’ über sein_ihr ‘Bio-Eigentum’.] Sklave ist er in der und durch die Gesellschaft.”
Damit bleibt die Frage ob es denn wirklich noch krasser wird und der Kauf einer Niere bald günstiger wird als ein Macbook?! Ich lasse aber hier bewusst aussen vor dass heute keine Kritiker_In mehr fragt wie ‘unmoralisch’ es ist ‘ganze’ Menschen zum Zwecke der Prostitution zu verkaufen. Das sind ‘wir’ ja schon gewöhnt…

July 28, 2007

personal stuff: makes me smile

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“The tall striped tulips stood straight up upon their stalks, like long rows of soldiers, and looked defiantly across the grass at the roses, and said: ‘We are quite as splendid as you are now.’”
Oscar Wilde

July 17, 2007

was für ne vernunft?

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Die Cicero hat den ehemaligen Berater R. Reagans und den vormaligen Bezugsmenschen der heutigen Neocons Francis Fukuyama interviewt und dabei die Frage gestellt woher die Werte im Occident kommen die auch teilweise mit einer gewissen Venunft begründet werden:

“Ayaan Hirsi Ali beruft sich auf Spinoza, kehrt dem Glauben den Rücken und wendet sich im Namen der Freiheit der Vernunft zu, fällt vom Islam ab und wird eine „radikale Aufklärerin“ und Atheistin. Während Jürgen Habermas, Europas berühmtester säkular-liberaler Philosoph, heute erklärt, die postmoderne Gesellschaft könne sich nur aus religiösen Quellen „nähren“, da sie unfähig sei, ihre eigenen Werte hervorzubringen. Für ihn sind die westlichen Werte – Freiheit, Gewissen, Menschenrechte – im jüdisch-christlichen Erbe begründet.”

Fukuyama gibt eine m.E. interessante Antwort indem er darauf hinweist dass ein Wertegerüst und Vernunft einer Begründung verlangen die also ‘Wahrheit’ werden können, im folgenden auch als Integration von Werten und Vernunft die in Wahrheit zu korrelieren scheinen?

“Das […] Problem muss man so formulieren: Kann die westliche Philosophie hinter Heidegger und Nietzsche zurück und behaupten, dass die Vernunft die Begründung positiver Werte ermöglicht? Anders gesagt: Lässt sich die Wahrheit bestimmter Vorstellungen beweisen?”

Also mir drängt sich die Frage auf warum er diese Inhalte wie selbstverständlich verbindet.
Um der Begrifflichkeit der Vernunft noch einen Beigeschmack zu geben möchte ich eben noch an den utilitaristischen Zweck dieses Vernunftgedankens erinnern der bei Fukuyama und gerade bei Ali wahrscheinlich inhärent ist. Das heisst aber nicht im Hegelschen Sinn die ‘List der Vernunft’ zu reproduzieren, sondern zwar vielleicht eine historische Notwendigkeit eines Wertekonstrukts, aber hier nicht die eigentliche egoistische Handlungsweise (Hegel: die vom den Weltgeist überlistet wird) sondern eine anthropozentrische oder gar kosmopolitischere Perpektive für alle Menschen zu geben??

Zumindest mag ich aber seine These dass es fraglich bleibt wer denn wüsste was wahr ist oder nicht.

July 8, 2007

‘Empire’ and their nation

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After a long period of biting through the book, as mentioned before, i like to consider one of the theses of Hardt and Negri in their book named ‘Empire’. At least there are a lot of points where i had to cry, to not understand and to be confused. For example, they as neo-marxists, write of skyscrapers as centres of the cold power of aristocracy and further on do they present a scheme of ‘Empire’ which is superficial build by three means of control, quite understandable in their kind of argumentation: the ether, the bomb and the money which they really do personalize in North-American cities. Thus they claim that the US are a new Rome: in that case Washington as the place of the bomb, New York as the place of the money and in the end Los Angeles as the place of the Ether. What they do exactly mean with these explanations, remains unfamiliar to me.

What i want to discuss are two points from them about the nation:

“As soon as the nation begins to form as a sovereign state, its progressive functions all but vanish. Jean Genet was enchanted by the revolutionary desire of the Black Panthers and the Palestinians, but he recognizes that becoming a sovereign nation would be the end of their revolutionary qualities. ‘The day when the Palestinians are institutionalized,’ he said, ‘I will no longer be at their side.’”

“From India to Algeria and Cuba to Vietnam, the state is the poisoned gift of national liberation”

Anyway, I do see myself as a critic of Nations and the liberation of these. Even hypothetical a nation (the state of course, especially) is a construct which builds a community with particular rules. Because I mean that a Nation is a kind of hierarchy and a apparatus which remains in the terms of the biopolitical(Foucault) and thus in a politic of restriction of posivtive and negative freedom(Berlin) of a subject to describe that in short and generic.
Why should then be national liberation be a positive struggle, anyways? Why are they fighting for a purpose without liking the result? Or do they have to fight for anything because, there has to fight against the establishment (here: ‘Empire’)? Like in there last book Multitude where there is no aim but struggling…

July 2, 2007

ach ja?

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“Gerstenfeld charakterisiert den Libanon-Krieg als eine Gelegenheit für Europa, seine Unterstützung für den Staat der Shoahüberlebenden in einer Situation zu zeigen, in der Israel von einer antisemitischen Terrororganisation angegriffen wurde. Zu recht weist er darauf hin, daß Europa diese Möglichkeit ungenützt hat verstreichen lassen.”
[…]
“Selbstverständlich kann Israel bei der Wahl seiner Bündnispartner nicht besonders wählerisch sein, und dementsprechend könnte man bei christlichen Unterstützern Israels über die dubiosen Begründungen für ihre Solidarität unter Umständen hinwegsehen.” (S. Grigat, Israel und Europa)

“Ivo Bozic etwa forderte nach Ende des Libanon-Kriegs 2006, die Bundeswehr müsste »den Kopf hinhalten: nicht ein Lazarettschiff vor Beirut ankern lassen, sondern Kampftruppen mit ordentlicher Bewaffnung stationieren, die im Bedarfsfall den Konflikt mit der Hizbollah aufnehmen«” (M. Bickel, Kein Krieg ohne uns)

Schön das die beliebtesten ‘Postantideutschen’ die Verteidigung Israels einfordern und Deutschland hernehmen, weil es ja auf der richtigen Seite vom Krieg um den Terror stünde und es sich “bei den Israelis nicht um ungebildete Bauern oder texanische Ölmiliardäre handelt wissen deutsche Bildungsbürger zu schätzen. Und dass man sich gegen den Islamismus wehren, bzw. gegen die “schleichende Islamisierung” Europas vorgehen muss, dass weiß spätestens seit den “islamistischen” Riots in Paris vergangenes Jahr jedes Kind zwischen Berlin-Pankow und Bielefeld-Ost. ” (kika)

Solange Israels ‘Bündnispartner’ den Kampf gegen eine Islamisierung Europas zu kämpfen meinen, kann mensch also beruhigt die Söhne_Töchter/Enkel_Innen von Deutschen Massenmörder_Innen für den, in Deutschland so beliebten, Weltfrieden eintreten lassen…
Gibt es denn an der libanesischen Küste keine Kritik am Begriff des ‘Jüdischen Tätervolkes’, kein Problem mit der Benamung von Einheiten nach Wehrmachtsgrössen oder ist keine Schwulenkneipe in der Nähe, dürfte es ja dann bei den Rassist_Innen, die Israel für ihren Willen gebrauchen, nur schön und gut sein wenn eine deutsche Armee wieder im Mittelmeer agiert.