elenore

September 24, 2007

‘boomt’ Feminismus?

Filed under: Uncategorized

Die Weltbank geriert sich als Wegbereiter der ökonomischen Förderung von Frauen und erklärt Geschlechtergleichheit zur “smarten” Ökonomie. Sie will Frauen mit den notwendigen Fähigkeiten, Chancen und Rechten ausstatten, um als freie Marktbürgerinnen wettbewerbsfähig zu sein und dadurch wiederum Effizienz und Wachstum zu steigern. Schon seit Jahren rechnet die Bank einzelnen Volkswirtschaften und Wirtschaftssektoren auf Euro und Cent vor, wie viel Wachstum ihnen durch die Lappen geht, wenn sie die “untergenutzte Humanressource” Frau weiter diskriminieren. Integration rechnet sich.
Die Rede von der Humanressource zeigt eine Rethorik die zugleich nichts mehr mit Feminismus oder ähnlichem zu tun haben kann. So fragt mensch sich doch, ob trotz der Sprache der Weltbank auch ein Zustand geschaffen wird der sich vorteilig für Frauen auswirken kann?!
Kann m. also sagen dass Gleichberechtigung von Frauen in vielen nicht-westlichen Staaten eine Integration von Frauen in die monetäre Gesellschaft fördert?
Irgendwie selbstredend erscheint die Antwort gleich darauf: Denn so ist die überkommene patriarchale Geringbewertung von Frauenarbeit und die Definition der Frauen als Zuverdienerinnen derzeit wunderbar funktional für die Informalisierung und Prekarisierung von Beschäftigung, für Deregulierung und den Kostensenkungswettbewerb. Mehr Chancen gibt es für Frauen, nicht aber zwangsläufig mehr Gleichheit.

///
Noch eine Polemik am Rande zum Text der TAZ wollte ich mir gerne noch erlauben: Wer glaube, dass Gleichheit das Ziel sei, schrieb Barbara Ehrenreich zur Hochkonjunktur der westlichen Frauenbewegung, greife viel zu kurz. Die indische Feministin Devaki Jain griff weiter und sagte: “Wir wollen kein größeres Stück vom vergifteten Kuchen”. Denn vielleicht könnt ihr euch noch erinnern dass es in Deutschland 2007 einen G8-Gipfel gab bei dem viele Menschen undbedingt Kuchen essen wollten

September 15, 2007

Larry David

Filed under: Uncategorized


nextbook.org writes:

“Larry David isn’t just satirizing Holocaust survivors; he’s satirizing a culture of victimhood—a culture that reveres trauma and the traumatized at the same time it enjoys the schadenfreude expressed in “reality” contests like Survivor and mock-reality television like Curb Your Enthusiasm. The joke may be played to its extreme on Colby, who thinks suffering is life without sneakers, toilet paper, or a personal trainer, but there’s something recognizable in his ignorance. Earlier in the episode, Larry’s rabbi says his brother-in-law died on 9/11—in a run-in with a bike messenger on 57th Street. Suffering becomes so revered on the one hand and so trivalized on the other that victimhood becomes a kind of victory. How can a culture that knows survival as an elaborate game show possibly understand the true depths of the Holocaust?”

Ms. John Soda: Solid ground

Filed under: Uncategorized


September 9, 2007

deutsche gangster

Filed under: Uncategorized

“So hat die Lesart, dass Gangsta Rap uns etwas über die Klassengesellschaft und scheiternde Vergesellschaftung erzählt, hat einiges der kulturalistischen Idee voraus, wonach die Quelle solchen Sprechens in irgendwelchen vormodernen Traditionen des Orients gefunden werden könne.”
TAZ vom 9/8

“In der Krtitik an den Rappern demaskiere sich ‘nur der Kalssendünkel von Leuten mit guter Ausbildung, die Leuten mit schlechter oder keiner Ausbildung den Mund verbieten wollten.’”
neue Emma

“Eva Herman also erhebt ihre Stimme und sagt das, was viele denken, aber nie aussprechen würden, wenn Kameras laufen: ‘Im Dritten Reich ist vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler.’ Einiges sei aber auch gut gewesen, ‘zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter.’”
TAZ vom 9/9