elenore

October 31, 2007

Beiträge ii

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“Er [der Mythos der Frau] projiziert eine unmittelbar erfahrene oder aufgrund von Erfahrung als Begriff gestaltete Realität in den Bereich platonischer Ideen: er ersetzt den Wert, die Bedeutung, den Begriff, das empirische Gesetz durch eine transzendente, zeitlose, unveränderliche und notwendige Idee. Diese Idee entzieht sich jeder Infragestellung, da sie jenseits des Gegebenen angesiedelt ist; sie besitzt absolute Wahrheit. So stellt das mythische Denken der verstreuten, kontingenten, vielfältigen Existenz der Frauen das einmalige und starre Ewigweibliche gegenüber; wenn dessen Definition durch das Verhalten der Frauen aus Fleisch und Blut widerlegt wird, sind sie es, die unrecht haben: man erklärt nicht, daß die Weiblichkeit eine Entität ist, sondern daß die Frauen nicht weiblich sind.”

Simone de Beauvoir- Das andere Geschlecht

October 29, 2007

Beiträge

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“[…]was schert mich das Geschick einer Welt, die mit mir versinken wird. Die Zeit drängt und preßt sich zusammen in einem Ich, das sich nicht hat. Die Welt als Zeitlichkeit stößt die Welt des Raumes aus der Grube, in der das Ich verborgen ist. Der Hand an sich legt, hat keine Chance mehr, noch anderes zu ergreifen als gestorbene Zeit, anderswo hinzugelangen als zum Trümmerfeld der Eigengeschichtlichkeit, die desto gegenstandsloser ist, je mehr Gegenstände, Ruinen von Gegenständen, sich aufhäufen. Diese bilden keine Widerstand mehr für das Subjekt; es ist nicht mehr gedrängt, sie zu bewältigen. -Und wie viele Minuten noch?”

Jean Amery- Hand an sich legen

October 23, 2007

we arent strong

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coco rosie-lyla

Lyla

You wanted to buy me
For a hundred euro
You said you’d take me
To your little car
Your friend lived near by
He had a house and all
Where was I from you said
You guessed Yugoslavia
Well it’s not yogoslavia
It’s not Yugoslavia at all
It reminded me
Of a movie I just saw
About a little girl
From Yugoslavia
She got sent away
They made her prostitute
She ate McDonald’s all day
And never had a chance to play
Lyla
You wanted to buy me
For a hundred euro
You said you’d take me
To your little car
Your friend lived near by
He had a house and all
Where was I from you said
You guessed Yugoslavia
But it’s not Yugoslavia
It’s hardly Yugoslavia at all
Lyla


well, it isnt a new song or so, but it touches me again and again…

/
and here is one of my favourites, right now:

radical face- welcome home son


“Im Schnittpunkt der Kulturen…”

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heisst ein Artikel in der heutigen NZZ. Genauso ist der leider auch geschrieben. Es ist eine Vorstellung des postkolonialen Theoretikers Albert Memmi der schon im fortgeschrittenen Alter sei und die Welt allzu schwärzlich zeichne.

Französisch und Arabisch, Orient und Okzident: Wer wie Memmi in zwei oder, eingedenk des jüdischen Elternhauses, gleich in drei Kulturen zu Hause ist, der wirft auf alle einen differenzierten Blick.

So einfach scheint eine Beurteilung eines Wissenschaftlers, wie diesem, abgetan mit dem Hinweis auf seine hybride Herkunft. Denn gerade wenn einer eigentlich Jude ist, dann ist er zwar real besonderen Sozialisationen unterworfen, haben wir doch wieder das klassische Bild vom Dritten. Dem Juden.

«Selten gebrauchte Worte», lacht er, «habe ich auf Französisch immer noch nicht direkt im Kopf. Bei Obstsorten zum Beispiel. Ein Wort wie etwa das für Reineclaude – das kommt mir auf Arabisch viel schneller auf die Zunge als auf Französisch.»

Witzig ist es das er gar nicht so echt zugeben will das er selbst voll Multikulti ist weil er einfach niemals echter Franzose werden könne. Vielleicht sollte mensch ihn doch dann mal im Cite National De L´Historie de l´Immigration ausstellen wenn es doch schon da ist.

«Wenn wir das Zusammenleben der alten und neuen Franzosen, überhaupt das der verschiedenen Kulturen glücklich bewältigen wollen, dann müssen wir ein ganz neues Selbstverständnis unserer selbst gewinnen.» Das Schlüsselwort dazu heisst für ihn «métissage». Es meint die Mischung der Kulturen, ihre fortschreitende Öffnung füreinander.

Dann noch ‘Die Welt’:
Dort wurde von einem Kongress über jüdischen Antisemitismus in NYC berichtet. Echt schön, fand ich es, über diesen Kongress einen Artikel zu finden. Denn es ist eine sehr löbliche Geschichte, Noam Chomsky in der Deutschen Presse nicht nur als den Antiamerikanischen Lehrmeister oder ‘Israelkritiker’ zu lesen, sondern auch aus der Perspektive des Antizionisten.
Bloß dass hier noch weniger Feinfühligkeit als oben an den Tag gelegt wurde:

Dass sie als Juden geboren waren, war das Pfund, mit dem sie wucherten.

[Für mich ist dieser Satz Antisemitismus.]
Passend dazu gabs noch ein Portiönchen an Angst vor der Kritik an den Kritiker_Innen:

Eine Zuhörerin fragte die Schriftstellerin Cynthia Ozick: „Was können wir tun, um jene Juden zu delegitimieren, die Israel die Legitimation absprechen?“ Cynthia Ozick antwortete: „Gar nichts, fürchte ich.“ Dabei lächelte sie, halb vergnügt und halb aus Verzweiflung.

October 18, 2007

“Ivan and Margit died of old age in 1985 and 1989 respectively.”

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David Litchfield wrote a book about the Thyssens. According to this the Independent brought a article about the older sister of Baron “Heini” Thyssen-Bornemisza, both famous members of the Thyssen-family. Once in a while the german justice and press is confronted with major nazis and their doing. Most times these people are equal members of a society considered to be free. Even these people, representing anti-human terror and the extermination of european jews, are living their nice lifes like everyone in Germany (or even better ones than before Nazi-germany).

” Finally, with the Red Army only 15km away, the countess hosted a party at the castle on the 24 March, the eve of Palm Sunday, inviting up to 40 people including leading Nazi Party, SS, Gestapo and Hitler Youth members. The party started at 9pm and lasted until dawn, with a great deal of drinking and dancing. But traditional party entertainment was not enough, and at around midnight some 200 half-starved Jews, pronounced unfit for further work, were delivered by lorry to “Kreuzstadel”, a barn within walking distance of the castle. Podezin then ushered Margit and 15 of the more senior guests to a store room, gave them weapons and ammunition and invited them to “kill some Jews”.

The prisoners were then forced to strip naked before being shot by drunken guests, who returned to the castle to continue to drink and dance until dawn. The following morning, they were heard bragging about the previous night’s atrocity: one Stefan Beiglboeck even claiming that he had “slain” six or seven Jews with his own hands.Finally, with the Red Army only 15km away, the countess hosted a party at the castle on the 24 March, the eve of Palm Sunday, inviting up to 40 people including leading Nazi Party, SS, Gestapo and Hitler Youth members. The party started at 9pm and lasted until dawn, with a great deal of drinking and dancing. But traditional party entertainment was not enough, and at around midnight some 200 half-starved Jews, pronounced unfit for further work, were delivered by lorry to “Kreuzstadel”, a barn within walking distance of the castle. Podezin then ushered Margit and 15 of the more senior guests to a store room, gave them weapons and ammunition and invited them to “kill some Jews”.

The prisoners were then forced to strip naked before being shot by drunken guests, who returned to the castle to continue to drink and dance until dawn. The following morning, they were heard bragging about the previous night’s atrocity: one Stefan Beiglboeck even claiming that he had “slain” six or seven Jews with his own hands.

The Germans dont want to hear what is involved in one of the biggest german multinationals, as well. Like Saul Friedländer lately said in an interview: “There is this thesis of extrusion. But this extrusion seems not very distinctive to me.”

” Meanwhile, German publishers still appear to ignore the book.

/German remembrance means forgiving, if you are german enough; forgetting means pretend to be empathic towards the victims and collective justice means to judge what is wrong with the rescuers.

October 4, 2007

deutsche bedürfnisse

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‘Sicko’ also heisst einer der neuen Filme von Michael Moore, dem US-Amerikanischen Regisseur. Dieser Künstler-würde ich lieber sagen-ist doch den meisten in Deutschland lebenden Menschen ein hinreichend bekannter. In Dland nämlich errang er seine Popularität vor allem durch Filme wie ‘Bowling for Columbine’ oder ‘Fahrenheit 9/11′.
Woran das lag ist eigentlich auch nicht besonders schwer zu erraten: am Antiamerikanischen Grundbedürfnis der alten Europäer in Dland. Moore hat einen notorischen Drang zur Verschwörungstheorie, für noch einfachere Erklärunsgmuster sowie eine blühenden Phantasie-was nicht zuletzt am weitestgehenden fehlen von Quellen liegen mag. Damit trifft er einen Nerv bei den Deutschen die ihn gerade daher gerne hernehmen und damit auch gut und gerne die amerikanische Aussenpolitik und inneramerikan. Zustände zu erklären im Stande sind.

Die jüngste Produktion von Moore wirft mir einige Fragen auf die nicht ganz in das Schema zu passen scheinen, das ich hier so kurz vom Leder gerissen habe. Denn warum kommt so ein Film, der sich mit der offensichtlichen ‘Krankheit’ des Amerikanischen Gesundheistssystems auseinandersetzt in der BRD in die Kinos?:
Liegt es daran dass mensch sich an den Schwierigkeiten von Menschen ergötzt die eh zum Objekt des Unmuts geworden sind?
Ist es die Supeiriorität Sozialer Marktwirtschaft, der Postkeynesianismus zb der den Dt. ein liebes Gesundheitssystem verschafft?
Liegt es an dem schönen biologistischen Wortspiel was der Autor fabriziert: ‘Sicko’, also ‘Kranki’ o.ä. um damit ein Gesundheitssystem zu bezeichnen welches Krank zu sein scheint? Die Krankheit im Volkskörper war ja vor über 60 Jahren in Deutschen Reich einstmals sehr populär aber ist glücklicherweise vorerst mit alliierter Waffengewalt eingeschränkt worden.
Oder liegt es etwa an einem Hang zum Hollywood-Film der die guten Seiten der Kalifornischen Sonne ausspart und spätestens seit ‘The Day After Tomorrow’ auch gar nicht mehr soviel Sonne zu bieten hat?
Ist es vielleicht einfach nur Mitleid gegenüber Menschen die sich keine Gesundheitsversorgung leisten können?

Ich zumindest denke, dass ein Künstler, der allzuoft als Historiker und Pol.wissenschaftler gesehen wird, und der ein Niveau des Sterns mit sich bringt keine wirklich gute Wahl für den Kinoabend sein kann. Es sei denn mensch ist Geschichtslehrer_In und fand dass ‘Der Untergang’ eine gute Zusammenfassung der Geschichte des NS war. Die runden Ecken und das ‘heilen’ solcher ‘Wunden’ wie der Frauenkirche stehen entgegen einem ‘künstlichen’ System der landläufigen ‘USA’ die sich an Genmanipulation versucht und die in Streets und Avenues zu durchschaubar wird und niemals ‘organisch gewachsen’ sein kann, wie es vielleicht die Dt. Sozialdemokratie ist und die damit ein System der ’sozialen Gesundheitsversorgung’ ermöglichte.
Die Deutschen wissen also zu genau woran es “krankt” das ganze Sicko USA, nur will mensch es gerne nochmal mit Popcorn und im Plüschsessel bestätigt sehen.
Wohlgemerkt finde ich sehr wohl dass mensch sich glücklich damit schätzen kann bei einigen Behandlungen versichert zu sein, doch berechtigt dies sich kugelig zu lachen über den Zustand in US-Krankenhäusern?

EDIT:
Etwas peinlich ist es mir schon dass heute die Jungle zu genau diesem Film einen Artikel gebracht hat der natürlich besser recherhciert ist als meine unverhohlene Pöbelei. Bitte sehr: Der amerikanische Patient