elenore

November 26, 2007

uhm: you mean a beach or what?

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Sie sollten sich eines vor Augen führen: »Das Wochenende gehört mir. Ich habe es mir von niemandem geborgt. Und um zu beweisen, dass es mir gehört, werde ich es verschwenden.«

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Für manche ist die TV-Serie “Lost” ein multimediales Ereignis. Andere nennen es das am konsequentesten umgesetzte Fernsehkonzept aller Zeiten.

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If what’s known now had been conveyed to searchers then, might Earhart and her navigator have been rescued? It’s one of a thousand questions that keep the case from being declared dead, as Earhart herself was a year and a half after she vanished.

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Instead of flashbacks, flashforwards feature Jack’s miserable life after rescue from the island.

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In spite of increasing concern amongst the survivors, Jack resolutely continues on their trek. Flashbacks show him at a very low point of his life, where he is suicidal and drug addicted.

source: wired.com, jungle-world.com, sueddeutsche.de, en.wikipedia.org, omgitslost.com

November 14, 2007

Re: Beiträge ii

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“Dogmatisch zu sein ist in Ordnung” heisst der Titel eines Artikels in der heutigen taz. Wenn es sich dabei auch um eine Bestandsaufnahme zu heutigem Feminismus handelt ist das auch echt ein cooler Titel. HILAL SEZGIN steigt auch ganz ok ins Thema ein:

Doch gab es in diesem Werk zwei Stellen, die mich bis heute beschäftigen. Wenn ein Außerirdischer unsere Erde besuchte, so de Beauvoirs erste Bemerkung, würde er allein an Kleidung oder Gang sofort merken, dass es zwei Sorten von Menschen gibt: Männer und Frauen. An anderer Stelle schrieb sie ungefähr, dass Frauen die einzige unterdrückte Klasse seien, deren Angehörige mit ihren Unterdrückern freiwillig ins Bett gehen.

Die Beobachtung des fiktiven Marsianers stimmt bis heute, und sogar, das ist das Verblüffendste, in den Seminaren der Universitäten, in denen Judith Butlers “Unbehagen der Geschlechter” das “Andere Geschlecht” als Bibel abgelöst hat. Butler wird gemeinhin als Kronzeugin für die These aufgerufen, dass es keine zwei unverrückbaren biologischen Geschlechter gebe und eine bestimmte politische Praxis darin bestehen könnte, eine größere Bandbreite von Geschlechtlichkeit lebbar und sichtbar zu machen.

Sie meint auch das

Zweigeschlechtlichkeit […] ein konstitutives Dogma auch der postmodernen westlichen Welt

sei. Und damit erkennt sie wohl dass sich seit De Beauvoir nicht soviel verändert habe.

Und weiter: Denn,

dass das Private politisch ist, dass also das Politische des Geschlechterverhältnisses nicht irgendwo an Wahlurnen oder in Vereinen stattfindet; sondern dass es noch unsere alltäglichen, privaten und sogar intimsten Handlungen bestimmt.

Genau dann kommt leider auch der relativierende Cut:

Die entscheidende Frage ist aber, ob man den Satz auch umdrehen kann: Muss, weil das Private vom Politischen heimgesucht wird, die politische Veränderung vom Privaten ausgehen? Zum Teil: Ja. Und sind wir auch politisch-moralisch verpflichtet, in jeder unserer privaten Handlungen politische Veränderung anzustoßen? Wohl eher: Nein.

Der haarfeine Unterschied zwischen diesen beiden Fragen stellt wenn nicht die, dann eine entscheidende Schwelle dar, über die der klassische Feminismus schließlich gestolpert ist. Man will sich eben nicht, wenn man sich gerade auf einer Demo sonst was abgefroren hat, Vorhaltungen machen lassen, von wem und wie man sich zu Hause wieder aufwärmen lässt

Klar klingt das alles sehr verständlich aber auch irgendwie etwas fern der Realität. Denn weder wird die Leser_Innenschaft der taz so feministisch sein das ihr die Wärme nach der Demo ausgehen könnten (welche Demos für Feminismus eigentlich, heutzutage?) noch wäre das der springende Punkt des privaten welches politisch werden soll.
Schade: Denn damit beginnt sie auch endgültig herumzustottern und irgendwie den Titel ihres Artikels weiter zu entschärfen:

Zwei harmlose Beispiele für diejenigen, denen nebulös ist, wovon ich rede: Anfang der 90er besaß ich ein enges rotes Kleid, das die Genossinnen, ohne jede Bösartigkeit, als “sexistisches Kleid” bespöttelten. Und recht hatten sie: Denn es ist wirklich der weibliche Körper, der sich, frei nach Luce Irigaray, dem (imaginären) männlichen Blicke andient und zum Anschauen und Anfassen preisgibt. Das ist aber nun mal genau die Sorte Anerkennung, auf die wir real existierenden Heteras bisweilen aus sind!

Traurig nur das ein solch inhaltlicher Artikel zu Feminismus sich so dermaßen zum Anti-Dogmatischen umdreht dass es peinlich wird.
Ist nicht genau diese Ironisierung ein Problem von Linken oder Menschen mit einem liberalen Anspruch?! Wenn sie ihre heterosexuellen Matrizen leben und dabei kein Wort vom Feminismus hören wollen, weil es eben gerade im Moment nicht passt?!
Das Monique Wittig aus verschiedenen Gründen umstritten ist ja nix neues, aber es geht bei ihr sehr wohl um Probleme der Gesellschaft, die jeglichem Feminismus verunmöglichen zum Beispiel wenn

sich niemand darüber [wundert], dass es in jedem Schuhgeschäft eine Männer- und eine Frauenabteilung gibt

November 13, 2007

j dilla-instrumental no. 3

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November 10, 2007

Beiträge iii

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“Denn es gibt ein Werden, das die strukturale Analyse niemals würde erfassen können, ein Werden, das auf der einen Seite aus einer Kontinuität besteht, während die Struktur per definitionem diskontinuierlich ist, und das auf der anderen Seite durch ein Subjekt gemacht ist: den Menschen selbst, die Menscheit, das Bewusstsein, die Vernunft, egal durch was. Für sie gibt es ein absolutes Subjekt der Geschichte, das die Geschichte macht, das deren Kontinuität sicherstelllt, das Autor und Garant dieser Kontinuität ist.
[…]
Wenn man in Hinblick auf die Geschichte und genauer in Hinblick auf die Geschichte des Wissens oder der Vernunft schließlich zeigt, dass sie ganz und gar nicht demselben Modell gehorcht wie das Bewusstsein; wenn man schließlich zeigt, dass die Zeit des Wissens oder des Diskurses überhaupt nicht wie die gelebte Zeit organisiert oder eingerichtet ist; dass sie spezifische Diskontinuitäten und Transformationen aufweist; wenn man schließlich zeigt, dass es nicht notwendig ist, über das Subjekt zu gehen, um die Geschichte des Bewusstseins zu analysieren, dann ruft man große Schweirigkeiten hervor, berührt aber möglichweise ein wichtiges Problem.”

‘Michel Foucault explique son dernier livre’ (Gespräche mit J.-J. Brochier), Magazine littéraire, Nr. 28, April/Mai 1969, S. 23-25.

November 8, 2007

Doppeldiktatur

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Was schon seit Jahren bei Ostdeutschen Gedenkstättenstiftungen Gang und gäbe war…

Angebote der kritischen und konstruktiven Auseinandersetzung über die sich abzeichnende Analogisierung und Relativierung von NS-Verbrechen gegenüber denen des Stalinismus und der Staatssicherheit der DDR wurden bis zuletzt mit einem durch die Landesregierung verordneten Neubeginn der Gedenkstättenarbeit vom Tisch gewischt.

…wird nun bundesweit durchgesetzt. Mensch kann also mittlerweile mittlerweile davon ausgehen das Deutschland im 20. Jahrhundert ‘Opfer’ von zwei Diktaturen geworden ist: eine kommunistische und eine faschistische.
Soweit war das ja eigentlich nichts neues. Neu ist eben nur das Angehörige der Bundesregierung diesen Weg beschreiten:

Die Geschichte Deutschlands, heißt es im Vorwort des im Juni von Kulturstaatsminister Bernd Neumann vorgelegten Gedenkstättenkonzepts, “wurde zum einen nachhaltig durch das Regime des Nationalsozialismus und zum anderen durch die kommunistische Diktatur geprägt”

Und das tun sie wohlgemerkt bedacht. Indem sie dem Holocaust eine Wirkmächtigkeit einräumen sodass

die Erinnerung an die SED-Herrschaft durch die Singularität des Holocaust bestimmt werde.

Wie auch 2004 in Sachsen trat Salomon Korn (Vizepräsi des Zentralrates der Juden) weiterhin für eine nötige Differenzierung ein und mokierte:

dass in der Präambel zwar die Singularität des Holocaust vorangestellt sei, durch sprachliche Ungenauigkeit im weiteren Verlauf aber eine Aufrechnung der beiden Diktaturen insinuiert werde. Warum, so fragte Korn, spreche man von Doppeldiktatur und nicht von den zwei Diktaturen auf deutschen Boden?