wollte der dortige Stadtpräsident Andreas Lange (CDU) und zugleich kein “politischer Eunuch” sein. Spiegel-Online schreibt einen Nachruf indem der großen Hoffnung dieser Hoffnungslosen Region der Absturz prognostiziert wird.
“Sex, Lügen und ein Laptop” heißt die Überschrift. Und Anreißer ist ein Bild einer Frau die, etwas hippiemäßig gekleidet, auf ihrem Balkon steht-im Hintergrund sieht mensch typisch gefärbte DDR-Fassaden.
Grundsätzlich sollte mensch wohl erstmal fragen warum in Meck-Pomm überhaupt Skandale zu Skandalen werden? Und warum diese lame Geschichte auf der Startseite erscheint? (Genauso könnte mensch fragen warum ich mir diesen Artikel überhaupt durchgelesen habe: Es lag wohl daran dass die Frau Hippie-mäßig aussaheund ich gleich an eine kaltblütig ausgetüftelte Kampagne gegen einen lustigen CDUler dachte.)
Spon meint ja das es sich bei ihm um ein sonderlich vielversprechendes Talent der Politik im Nordosten gehandelt hätte, was angesichts meiner Vorurteile wohl auch für Udo Pastörs (der WP-artikel findet die NPD “rechtsextrem angesehen”: Da fragt sich, ob als solches betrachtet oder deshalb Schätzenswert?) oder den Herr Wichmann von der CDU aus der wunderschönen Uckermark gelten könnte.
Naja, ich denke dass solche Ossi-Skandale die sich auch noch ums liebe Westgeld drehen besonders viel Freude hervorrufen und wenn nicht gerade Kinder (in Ost wie West (sic)) im Kinderzimmer vergessen werden oder No-Go-Areas sich manifestieren ja sonst nichts passiert im lieben Sorgenkind Ostdeutschland.
Was aber hier so spannend schien war wohl dass die Bösen Prostituierten ‘unsere Hoffnungen’ vor Ort zerstören, und das wohl gleich an sowas gedacht werden muss, wenn mensch unbescholten die Kinowerbung betrachtet dort einen Spot für Meck-Pomm entdeckt (mit englischen Wörtern!) und nach dem Lachkrampf sich gleich eine Hoffnung(das ist es wieder)slosigkeit breit macht an der ja irgendwer schuld sein muss.
Denn zum einen hat “doch Isabel […] keinen Schulabschluss und arbeitete zuletzt als Prostituierte.”!!!
Nachdem L. öfter zu Besuch bei Isabel K. war hatte er wohl, nach seinen Aussagen zu seinem Rücktritt, wohl seinen Laptop bei ihr Liegen lassen. Scheisse. Denn auf diesem war nicht nur Microsoft-Office und Minesweeper zu finden sondern auch Landkarten und größere Pläne für die Region!
K. meint in dem Interview das der Laptop nicht vergessen wurde sondern Pfand war wegen der Schulden für sexuelle Dienstleistungen in Höhe von 4200 Euro. Tja, nun wollte der L. eben das schlimmste von Familie und der CDU abwenden und ist gegangen.
Was soll er denn jetzt machen als Anwalt in Schwerin? Eine Kneipe Namens Bierstube eröffnen oder doch ins Kaiser-Eck gehen und dort mit seinen Kumpels, die ihn eh am nächsten Tag vergessen haben, ein- zwei Bierchen trinken? (Versteht mich nicht falsch: Irgendwie ist es ja auch manches cool in sog. Strukturschwachen Regionen, aber nur solange mensch noch per ÖPNV hingelangt.)
Das Spon den Artikel veröffentlicht hat mag m.E. aber wohl daran liegen dass K. nicht auf ihn aufpassen wollte und einfach den Laptop als Pfand nahm. Denn “so rechtfertigt sich Isabel wohl vor allem vor sich selbst”!
Schliesslich übernehmen die Aussenreporter_Innen auch den Job der Sozialpädagog_Innen: “Gefragt, was sie denn beruflich machen wolle, antwortet die Blondine mit dem braven Gesicht, ohne einen Moment zu zögern: “Was mit Computern. Da bin ich gut drin!”"