elenore

June 26, 2008

La Paloma…

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…sei angeblich eines der weltweit am meisten gespielten Lieder mit dem sich viele Wünsche verbänden.

In Mexiko ist es der Wunsch nach Demokratie, in Kuba nach Freiheit, in Rumänien ist es die Sehnsucht nach denen, die weggegangen sind auf der Suche nach einem besseren Leben. In Hawaii ist es die Sehnsucht, die Gelassenheit, jenen “Aloha-Spirit”, zu erhalten. Und in Auschwitz, als es Coco Schumann und die “Ghetto Swingers” spielten für die, die auf dem Weg in die Gaskammern waren, war es schlicht der Wunsch nach Überleben.

Sigrid Faltin erkennt mit dieser Aussage dass es sich in allen diesen Beispielen um Wünsche und Sehnsüchte handelt die zu einem gewissen Grad erfüllbar sind und waren.
In Auschwitz nach der Selektion für die Gaskammern aber wurden keine Wünsche erfüllt, die Möglichkeit zu wählen wurde nicht mehr gestellt.
Wenn es in den anderen Beispielen sich auch zu großen Teilen um bare Hoffnungen handelt, die zumeist an okönomischen Grenzen scheitern (bis ins Politische) sind es doch Hoffnungen die ihre mögliche Entsprechung immer wieder finden können/konnten.
Wenn die Ghetto Swingers La Paloma sangen dürfte jede Hoffnung verloren gewesen sein. Die individuelle Entsprechung der einzelnen Opfer war keine Sorge mehr. Die Volksdeutschen, die Menschen in den besetzten Ländern, die internationale Gemeinschaft blieben bei ihren Wünschen (bis hin zu der Hoffnung der Vernichtung der Jüd_Innen und Sinti/Roma).
Hoffnung und Wünsche erfüllten sich vielleicht für einige Überlebende des Konzentrationslagers, keineswegs ist dieser Vergleich aber angebracht.

June 7, 2008

Ich gehe gerne zur Kunst.

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Ich möchte niemanden kränken in diesen Zeiten, in denen Menschen um Mitternacht aufstehen und sich vor Kunsthallen stellen, um am Abend darauf eingelassen zu werden.

Jede Kunstform hat aber das Publikum, das es verdient. Im schlechtesten Fall sitzt man im Kino bei “Sex and the City” vor einer Reihe hysterischer Muttis, die ständig zum Pipimachen müssen, man lässt sich im Theater von Ben Becker aus der Bibel vorlesen, oder man geht in Berlin auf ein Konzert von Adam Green, wackelt dazu mit dem ungewaschenen Kopf und schreibt in seinen Kinderblog auf MySpace, den keiner liest, dass es toll war.

Natürlich war halb Berlin da, weil in dieser nicht wirklich schönen Stadt viele Menschen leben, die Depressionen bekommen, wenn sie abends mal alleine zu Hause sind. Alle waren schnell betrunken, niemand interessierte sich für die ausgestellten Arbeiten.

Die Autorin des Artikels in der SZ ist eine Person die wirklich into Kunst ist. Ihr drängt sich zwingendermaßen ein Bild der scene auf,welches selbige völlig oberflächlich zeichnen müsste.
Auch Menschen die sich nicht die längste Zeit mit Kunst beschäftigen sind natürlich nicht immer vom Unterhaltungsbedürfnis getrieben. Inhaltsleere Kunst ist völlig gewöhnlich und schick. Es ekelt eher an wenn dann doch irgendwer auf die Idee kommt ihre_seine Kunst mit einer explizit politischen Aussage zu verbinden. Selbst die Autorin kann zwar schön und unterhaltsam nörgeln, sie möchte sich aber zu nichts hinreissen lassen, außer das die Kunst ihr langweilig geworden ist.
Kunst ist schon in den Zeiten einer Advantgarde langweilig gewesen. Mit der Publikumserweiterung-und damit erweiterter Kunstproduktion- ist sie aber generell nicht aufregender geworden.