La Paloma…
…sei angeblich eines der weltweit am meisten gespielten Lieder mit dem sich viele Wünsche verbänden.
In Mexiko ist es der Wunsch nach Demokratie, in Kuba nach Freiheit, in Rumänien ist es die Sehnsucht nach denen, die weggegangen sind auf der Suche nach einem besseren Leben. In Hawaii ist es die Sehnsucht, die Gelassenheit, jenen “Aloha-Spirit”, zu erhalten. Und in Auschwitz, als es Coco Schumann und die “Ghetto Swingers” spielten für die, die auf dem Weg in die Gaskammern waren, war es schlicht der Wunsch nach Überleben.
Sigrid Faltin erkennt mit dieser Aussage dass es sich in allen diesen Beispielen um Wünsche und Sehnsüchte handelt die zu einem gewissen Grad erfüllbar sind und waren.
In Auschwitz nach der Selektion für die Gaskammern aber wurden keine Wünsche erfüllt, die Möglichkeit zu wählen wurde nicht mehr gestellt.
Wenn es in den anderen Beispielen sich auch zu großen Teilen um bare Hoffnungen handelt, die zumeist an okönomischen Grenzen scheitern (bis ins Politische) sind es doch Hoffnungen die ihre mögliche Entsprechung immer wieder finden können/konnten.
Wenn die Ghetto Swingers La Paloma sangen dürfte jede Hoffnung verloren gewesen sein. Die individuelle Entsprechung der einzelnen Opfer war keine Sorge mehr. Die Volksdeutschen, die Menschen in den besetzten Ländern, die internationale Gemeinschaft blieben bei ihren Wünschen (bis hin zu der Hoffnung der Vernichtung der Jüd_Innen und Sinti/Roma).
Hoffnung und Wünsche erfüllten sich vielleicht für einige Überlebende des Konzentrationslagers, keineswegs ist dieser Vergleich aber angebracht.

