elenore

October 14, 2008

der kranke Mann vom Bosporus

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In der Taz wird von einer Tagung zur Türkei und Europa berichtet. Trotzdem es sich um eine alte Leier handelt, sind diese Biologisierungen bemerkenswert:

Im 18. Jahrhundert war der Orientale demnach der starke Mann, der Despot und Vergewaltiger. In der westeuropäischen Literatur des 19. Jahrhunderts wurde Sexualität verweiblicht und als Lüsternheit imaginiert. Am Ende des Jahrhunderts war der orientalische Mann dagegen ein alter und impotenter Liebhaber, der vergeblich um die Gunst der jungen Europäerin buhlte. Das schlug auch auf die politische Sprache durch, die Rede vom “kranken Mann am Bosporus” war der Anfang vom Untergang des osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg.

Außerdem empfehle ich diese Lektüre:

Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

October 13, 2008

notwendige Erinnerung

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Ein Interview mit Alexej Weizen, einem der Aufständischen die 1943 Sobibor- ein Vernichtungslager- zum Stillstand brachten:

Thomas Blatt, wie Sie Überlebender des Vernichtungslagers, traf sich 1984 mit Karl Frenzel, dem Kommandanten des jüdischen Arbeitskommandos. Er war einer der grausamsten Mörder von Sobibór. Wären Sie bereit, sich mit so einem Menschen zu treffen?

Ich würde mich mit ihm nur treffen, um ihn zu töten. Ich würde mit ihm kein Wort wechseln.

October 5, 2008

über Rassismus:

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Alle biologischen, tiefenpsychologischen, kulturalistischen oder soziologischen Rechtfertigungsversuche sollen nur das Kainsmal von der Stirn des Imperialismus waschen.

Weinberger, Gerda: Gegen Rassismus und Rassendiskriminierung- Kampfdekade der UNO, Berlin (OST) 1976