der kranke Mann vom Bosporus
In der Taz wird von einer Tagung zur Türkei und Europa berichtet. Trotzdem es sich um eine alte Leier handelt, sind diese Biologisierungen bemerkenswert:
Im 18. Jahrhundert war der Orientale demnach der starke Mann, der Despot und Vergewaltiger. In der westeuropäischen Literatur des 19. Jahrhunderts wurde Sexualität verweiblicht und als Lüsternheit imaginiert. Am Ende des Jahrhunderts war der orientalische Mann dagegen ein alter und impotenter Liebhaber, der vergeblich um die Gunst der jungen Europäerin buhlte. Das schlug auch auf die politische Sprache durch, die Rede vom “kranken Mann am Bosporus” war der Anfang vom Untergang des osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg.
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Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

